Dieses Gebiet der Mayawelt war noch vor wenigen Jahren sehr wenig
erforscht. Erst durch ein neues archäologisches Projekt in der Stätte "Ek
Balam" kam die einzigartige künstlerische Entwicklung dieser Region ans
Tageslicht. Ek Balam ist DIE sensationelle Stätte des vergangenen
Jahrzehnts! Hier ist eine Menge an Steinmetzarbeiten und Ausbildung der
Skulpturenerstellung entdeckt worden, die bislang einzigartig sind. In
Stein gehauene und in Stuck modellierte Darstellungen von Menschen und
zoomorphen Figuren, die eine Lebendigkeit aufweisen, die ihres gleichen
suchen.
Hier gibt es ein außergewöhnliches Konglomerat verschiedener Architekturstile: die Darstellung eines Tempeleinganges in Form eines Dämonenmauls wie in Rio Bec und Chenes, die hervorragende Steinverarbeitung der Puuc-Region der Spätzeit, Kriegerfiguren und abgeschrägte Wände des Chichen-Tolteca und einige kleine
Heiligtümer wie in der späten Postklassik an der Ostküste.
Die hier freigelegten Ganz-Körper-Skulpturen - im ganzen Mayagebiet ist
sonst nur die menschliche Vorderfront in Stein gehauen worden - sind
absolut einzigartig und können keinem der bislang bekannten Stile zugeordnet werden.
Die Stadt ist von zwei Verteidigungswällen umgeben, die zur Spätklassik konstruiert worden sind, als der Krieg anscheinend einen immer höheren Stellenwert bekam.
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