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Chichén Itza


Wie in der Puuc-Region findet man hier zwei verschiedene architektonische Stile, die zeitlich bedingt sind. Hier sind es die beiden Stile Maya-Chichen und Chichen-Tolteca.
Maya-Chichen: grundsätzlich gleiche Merkmale wie beim Puuc der Spätzeit.

Chichen-Tolteca: hier wird der große Einfluss der Kultur der Tolteken aus dem zentralen mexikanischen Raum um Mexiko-Stadt deutlich. Es kommt zum ersten und einzigen mal zu einer Weiterentwicklung der Architektur. Durch die Einführung von hohen Säulen und Pfeilern, die als Stützen eingesetzt werden, können größere Räume geschaffen werden, deren Flachdächer auf diesen Stützen ruhten. Stufenpyramiden, an deren vier Seiten axiale Treppenläufe zum Hochtempel hinaufführen und die absolut identisch sind. Der normale Ballspielplatz, der in allen Regionen gleich konstruiert wird, wird hier riesig groß - der größte ganz Mesoamerikas - und seine Längsseiten sind nicht mehr abgeschrägt, sondern vertikal. Plattformen an deren Außenfassaden die Köpfe der Menschenopfer in Stein gehauen ausgestellt werden. Galerieartige Höfe mit runden und quadratischen Säulen, auf denen Abbilder von Kriegern eingemeißelt sind. Sogenannte Venus-Plattformen, deren vier abgeschrägte Seiten wiederum identisch sind und deren obere Plattform dann ohne Konstruktion bleibt. Hier wird vor allem die Schlange verehrt. Skulpturen, die Schlangen repräsentieren findet man an fast allen Gebäuden. Chac-Mool Figuren (eine liegende Person), welche Wächterstandarten vor Heiligtümern waren.